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Elektroautos, Elektrozweiräder und Urban Mobility
Es wäre doch schön, wenn man mit dem selbst erzeugten Solarstrom nicht nur sein Elektroauto laden, sondern mit der in der Batterie gespeicherten Energie auch sein Haus versorgen könnte – in dem man die Stromzufuhr einfach umkehrt. Bidirektionales Laden oder Vehicle-to-X nennt sich diese Technologie, an der zwar schon lange gearbeitet wird, die sich jedoch in der Praxis noch nicht großflächig durchgesetzt hat. Woran das liegt, hat uns Björn Bergfelder erläutert.

Hinweis: Das Interview wurde im Juni 2020 aufgenommen und erschien bereits im Podcast von Generation Strom, dem Vorgängerprojekt des EAM-Podcasts. 
Hinweis zu dieser Episode: Das Interview wurde im Juni 2020 aufgenommen und erschien bereits im Podcast von Generation Strom, dem Vorgängerprojekt des EAM-Podcasts.

Zu unserem Interviewpartner Björn Bergfelder
Björn Bergfelder ist Maschinenbauingenieur und beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit Ladetechnologie für Elektroautos. Er hat unter anderem an Projekten für Flottenladelösungen, Ladeinfrastrukturkonzepten oder Vehicle-to-X mitgearbeitet. Davor gehörtte er zum Entwicklungsteam des ELMOTO-Bikes, das heute zu Govecs gehört.

Bidirektionales Laden: diese Varianten gibt es
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Vehicle-to-Grid (V2G), Vehicle-to-Home (V2H) und Vehicle-to-Load (V2L). Der Überbegriff lautet Vehicle-to-Everything (V2X). Bei V2G interargiert das Fahrzeug direkt mit dem Stromnetz, bei V2H lediglich mit dem Hausanschluss, man bleibt also „hinter“ dem Stromzähler, und bei V2L werden über längere Zeit größere Lasten durch das Elektroauto im sogenannten "Inselbetrieb" mit Strom versorgt.

Aktuelle Fahrzeuge mit V2X
Der Kia EV6 (Fahrbericht) und der Hyundai Ioniq 5 (Fahrbericht) können per V2L elektrische Lasten mit bis zu 3,6 kW versorgen. Auch beim MG 5 Electric (Vorstellung) oder dem MG Marvel R (Vorstellung) wird es eine V2L-Funktion  mit bis zu 2,5 kW geben.
VW hat darüberhinaus für den ID.5 (Vorstellung) eine bidirektionale Lademöglichkeit angekündigt, die V2L- und V2H-fähig sein soll. Anders als im Interview prognostiziert, wird hierfür die AC-Schnittstelle, also der Typ-2-Anschluss, verwendet.
Auf dem amerikanischen Markt haben Ford für den F-150 Lightning (Vorstellung) und Lucid für die Luxuslimousine Air eine bidirektionale, einphasige AC-Lademöglichkeit angekündigt.

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